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Smartphone Stadttour

Smartphone Stadttour mit Actionbound

Mit Eurem Smartphone ausgestattet begeben wir uns auf die Spuren der
1848er-Revolution in Berlin-Mitte. Die Stadtroute „Revolution! Berlin 1848“
in der App „Actionbound” führt uns an Orte, an denen die Protagonist*innen von
Klaus Kordons Roman »1848 – Die Geschichte von Jette und Frieder« die
Revolution erleben – ihre Ursachen, ihren Verlauf und ihre Folgen.

©LenaGanssmann
Kunst und Protest

Liebe Revolution!

Aus dem Liebesbrief einer Jungen Iranerin an die Revolution

Liebe Revolution,

ich habe lange über unsere Beziehung nachgedacht und habe beschlossen, dir meine Gedanken mitzuteilen. Wir kennen uns zwar seit langem, aber ich habe nicht das Gefühl, dass wir uns wirklich verstehen. Ich meine, du mit deinem großen Verlangen und ich mit meiner nicht allzu kleinen Skepsis! Ich frage mich, woher diese Skepsis kommt – wir hatten so eine schöne Geschichte zusammen und ich habe nie gedacht, dass es jemals enden würde. Es ist auch nicht zu Ende gegangen, sonst würde ich dir doch nicht diesen Brief schreiben.

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Vortrag & Diskussion

Die badische Revolution

Di 15. März 2016, 19–21 Uhr

Für die Souveränität des Volkes und eine Republik kämpften die Revolutionäre im südwestdeutschen Baden. Drei heftige Aufstandswellen erschütterten 1848/49 das an Frankreich angrenzende Land. Die Politisierung der Bevölkerung war hier weit voran geschritten – mit starken radikaldemokratischen Einflüssen.

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Nachtlecture

1848-Utopie-Nachtlecture-Party

Fr 18. März 2016 , 21–24 Uhr

Ist das Ende der Utopie gekommen? Sind alle Forderungen von 1848 erfüllt? Unter dem Motto »Vorwärts und nicht Vergessen« werfen wir einen Blick auf die Bewegung der Arbeiterinnen und Arbeiter als »Große Erzählung«. Jenseits von Tradition & Nostalgie wird gefragt, was diese Erzählung uns über unsere Gegenwart und Zukunft sagt.

Gedenkstein Kränze Gitarre* FOto Mareen
Gedenken

168 Jahre Märzrevolution

Fr 18. März 2016, 17–18 Uhr

Viele der Berliner*innen, die am 18. März 1848 für ein besseres Leben auf die Straße gingen, waren junge Menschen. Oft Lehrlinge, Handwerker, auch einige Frauen, die den Mut hatten und ihr Leben riskierten. 255 Opfer der Revolution sind auf dem Friedhof der Märzgefallenen im Volkspark Friedrichshain begraben.

Frank Panhans inszeniert das Revolutionsdrama um Jette und Frieder, bearbeitet von Thilo Reffert nach einem Roman von Klaus Kordon. Grips Theater Berlin, UA 17. Juni 2014.
Theater

1848 – Die Geschichte von Jette und Frieder

Do 17. März 2016, 18.00 Uhr und
Fr 18. März, 10.30 Uhr

Berlin vor 150 Jahren: Jette ist 15 und lebt mit ihrer Schwester Guste und deren unehelichem Kind Fritzchen in bitterer Armut. Sie liebt den 17-jährigen Zimmermannsgesellen Frieder, der ihr jeden Tag drei Kartoffeln vor die Tür legt. Doch eines Morgens liegen keine Kartoffeln vor der Tür, Frieder sitzt im Gefängnis, weil er gegen den König demonstriert. Die Stadt brodelt, die Ereignisse überschlagen sich und plötzlich steht Frieder auf den Barrikaden: Der Beginn einer Linken Geschichte in Deutschland.

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Grußwort

Revolutionen gestern und heute

von Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin

Revolutionen sind in Deutschland nicht so im kollektiven Geschichtsverständnis verankert wie zum Beispiel in Frankreich. Während die Französische Revolution von 1789 das Bewusstsein und Selbstverständnis eines ganzen Landes prägt, scheinen Revolutionen in Deutschland wie die von 1848 immer noch ein Thema eher für Geschichtskundige als für die breite Masse zu sein.

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Grußwort

Für ein solidarisches Zusammenleben!

von Leonie Baumann, Rektorin Weißensee Kunsthochschule Berlin

Dass Geschichte auch für uns heute wichtig ist, wird selten so begreifbar wie in der diesjährigen Aktionswoche zur Erinnerung an die Revolution 1848. Sicher waren die sozialen und politischen Verhältnisse damals andere und nicht mit heute vergleichbar, aber auch heute gehen wieder viele Menschen für bezahlbare Mieten auf die Straße, verwehren sich gegen volksverhetzendes Gedankengut und setzen sich für humanistische Ziele ein. Wann wird man selber aktiv?

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Grußwort

Soviel Erleben und Selbst-Mitmachen ist selten!

von Ingrid Stahmer, ehemalige Bürgermeisterin und Sozialsenatorin von Berlin

167 Jahre ist es nun schon her, dass die Menschen in Berlin und anderswo eine Revolution machen mussten, um für mehr soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung zu kämpfen. Wir sind seitdem ein Stück vorangekommen: Wahlen, Presse- und Meinungsfreiheit, Rechtsstaat sind bedeutende Errungenschaften. Es sollte nicht vergessen werden, dass dennoch zentrale Fragen von 1848 weiter auf der Tagesordnung sind.